Neues zu lernen klappt mit Vorwissen besser

Das Max-Planck-Institut für Bildungsforschung veröffentlichte auf seiner Webseite das Ergebnis einer interessanten Studie.

Demnach hilft Vorwissen, Neues zu lernen.

Diese Feststellung konnte in einem Experiment nachgewiesen werden. Hierbei bereiteten sich Medizinstudenten 100 Tage lang auf das Staatsexamen vor. Hierzu nutzten sie eine webbasierte Lernplattform. 

Drei Monate und kurz vor dem Examen wurden sie im MRT jeweils einem Test unterzogen. Die Aufgabe war, sich jeweils die Gesichter von Personen einzuprägen und zwar einmal mit dazugehörigen medizinischen Diagnosen und in einer anderen Version mit dazugehörigen Vornamen.

Das Ergebnis: Als sie die Gesichter wieder sahen, konnten sie sich besser an die Diagnose zum Gesicht erinnern als an den Vornamen. 

Da sie durch das Üben mit dem Lernprogramm medizinisches Vorwissen angereichert hatten, fiel es ihnen leichter, sich die Diagnosen zu merken. Man sagt, sie hatten durch das vorherige intensive Lernen eine “verbesserte Gedächtnisleistung für medizinverwandte Informationen, nämlich für die Verknüpfung von Gesicht und Diagnose”. 

Im MRT konnte auch direkt festgestellt werden, welche Gehirnbereiche diese positiven Effekte bewirken.

Für mich stellt sich nun die Frage, wie man das nutzen kann? 

Ich schließe zum Beispiel daraus, das man neu zu lernende Fakten oder Sachverhalte möglichst mit etwas Bekanntem verbinden sollte, um das Lernen zu erleichtern. Als Lehrende sollte man sich bei der Vorbereitung des Unterrichts am Vorwissen der Teilnehmer “bedienen”, also versuchen irgendwie einen Anknüpfungspunkt zu finden. Das ist manchmal eine Herausforderung, kann aber bestimmt den Lernprozess verbessern… 

Oder wie sehr ihr das? 

 

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