Hui, Verschwörung, Verschwörung

Im Neon-Blog las ich ein Interview mit Professor Armin Pfahl-Traugber über Verschwörungstheorien und warum sie sich so hartnäckig halten.

Der Soziologe Pfahl-Traughber erklärt Verschwörungstheorien als ” im Grunde falsche Ideologien”. Personen, die daran glauben, versuchen hierdurch komplexe Zusammenhänge zu vereinfachen.

Wie kann das sein? Nun, wir suchen für alles immer nach dem Grund, der Schuld oder einer Logik dahinter. Wenn etwas gewaltiges passiert, fällt es jedoch manchmal schwer, Zusammenhänge oder Hintergründe zu begreifen. Da springt dann schon mal die Phantasie ein und erfindet die wildesten Geschichten.

Im Interview sagt Pfahl-Traughber: “Die Anhänger [Anm.: einer Ideologie / Verschwörungstheorie] haben das Gefühl, dass sie auf der Seite des Guten stehen.” Dabei sei es unabhängig vom Grad der Bildung, ob man anfällig für Verschwörungstheorien ist oder nicht.

Das Interview fand ich sehr spannend – vor allem den Hinweis, dass viele Menschen, die auf eine Verschwörungstheorie hereingefallen sind oder sich selbst eine zurechtgebastelt haben, davon nicht abzubringen sind, weil sie Gegenargumente als Lüge betrachten und nur nach Informationen suchen, die ihre Theorie bestätigen.

Spannend, oder?

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