Angeberwörter und Klugscheißersätze

Hä?

Dieses Wort schießt mir in manchen Gesprächen durch den Kopf. Der Anlass ist unterschiedlich, in letzter Zeit war es jedoch häufig die Ansammlung von Angeberwörtern und Klugscheißersätzen bei meinem Gegenüber.

Warum muss man so reden, als würde man gerade einen wissenschaftlichen Aufsatz vortragen? Und warum muss man dabei auch noch versuchen, möglichst jedes Wort der Alltagssprache durch ein Fremdwort zu ersetzen, dessen Bedeutung 90% der Anwesenden unbekannt ist? Das wirkt akademisch, abgehoben und als würde man sich für sein Gegenüber nicht interessieren.

Wie viel schöner und spannender ist es, seine Sätze so zu formulieren, dass man auch verstanden wird?

So wie ich es bisher erlebt habe, wollen Menschen beeindrucken oder einschüchtern, wenn sie beim Sprechen überwiegend Fremdwörter und gestelzte Sätze benutzen. Vielleicht wollen Sie auch bewundert werden oder Angst verbergen. Auf jeden Fall wollen Sie nicht verstanden werden. Kann ich mir zumindest nicht vorstellen. Sonst würden sie ja verständlich reden.

Es ist unnötig, im Alltag Anglizismen (also aus dem Englischen entlehnte Wörter) oder  abstrakte unverständliche Umschreibungen zu nutzen, wenn es dafür auch ein schlichtes, kürzeres Wort gibt. Man muss auch nicht alles substantivieren. Man darf Verben benutzen. (Hat schon mein Deutschlehrer gesagt!)

Seid mutig! Ersetzt die Angeberwörter und Klugscheißersätze durch knackige Worte, die jeder kennt. Genießt das Gespräch mit anderen, anstatt euch mit der Suche nach Anglizismen, Fremdwörtern und lebensfernen Synonymen zu belasten. Auf diese Art wirkt ihr auch gleich viel sympathischer.

Tadaaaa

Ich habe es getan. Ich habe nicht nur einen Text  mit ich begonnen, ich habe auch erstmals in meinem Leben ganz alleine WordPress installiert und eingerichtet. OK, mit dem Einrichten bin ich noch nicht fertig. Aber trotzdem schreibe ich diesen Beitrag schon, denn dieses “Hello World!” ist ja doch eher langweilig.

Die “Steffi erzählt” war mal eine Zeitung, die ich familienintern herausgab. Inzwischen ist sie schon fast zehn Jahre nicht mehr erschienen und diese Webseite lag auch seit Ewigkeiten brach – höchste Zeit also, an alte Traditionen anzuknüpfen und der Familie wieder ein paar Neuigkeiten zu bieten.

Es grüßt herzlich

Eure Steffi