Keine Typfrage

Ich habe das immer geglaubt. Bis heute.

Ich hielt mich für einen Lerntyp, der am besten übers Hören lernt. Wenn ich im Unterricht dabei war und den Stoff einmal gehört hatte, brauchte ich für die Klausur nicht mehr zu lernen.

Aber wie ich eben in einem interessanten Artikel bei der FAZ las, gibt es gar keine Lerntypen! Ha! Die nennen das sogar “pseudowissenschaftliches Schubladendenken”. Also, die Psychologin Prof. Elsbeth Stern nennt es so. Interessant.

Die Lerntypen seien demnach eher antrainiert. Und wenn ich so im Nachhinein darüber nachdenke, dann habe ich im Unterricht auch schon immer viel mitgeschrieben und weitergedacht. Ich habe mir nicht nur das Tafelbild notiert, sondern eigene Schemata vom Stoff entwickelt. Im Prinzip habe ich im Unterricht aktiv mitgedacht und mitgearbeitet – und dadurch fiel es mir leicht, mich auf eine Klausur vorzubereiten. Und darum war es schwerer für mich, wenn ich nur die Mitschriften anderer Schüler hatte. Klar wie Kloßbrühe.

Warum schreibe ich dies nun hier auf? 

Nun, ich bereite gerade eine Unterrichtseinheit zum Thema Lerntechniken vor. Da gilt es zunächst, den Stoff zum Thema zu sammeln, zu sichten und dann aufs Wesentliche zu reduzieren. Und in dem tollen Seminar bei Harald Groß habe ich ja schon gelernt, wie wichtig es ist, als Dozent alle Sinne anzusprechen und die Lernenden zu aktivieren. Dieser Artikel bestätigt dies und erinnerte mich daran, dies bei der Unterrichtsvorbereitung auch jaaaaa zu beachten.